Im Nachgang zur vergangenen Gemeinderatsitzung und den wiederholten Sticheleien von Pächterseite hier einmal mehr Fakten anstelle von dieser Tage leichtfertig verbreiteten – im Übrigen substanzlosen - Einlassungen von anderer Seite (Pächter wie auch Unterstützer, letztere leider ohne sachliches Hintergrundwissen):

1.)

Die Aussage „nach der Sitzung“ in der Freitagsausgabe des OT, wonach Herr Bürgermeister Geppert das Pächter-Ehepaar „als Lügner dargestellt“ habe, entstammt demnach dem Austausch der Anhängerschaft-Runde mit Pressevertretern vor der Halle.

Bürgermeister und Gemeinderat befanden sich zu dieser Zeit im nichtöffentlichen Sitzungsteil weiter in der Halle.

Von daher umso erstaunlicher, was aus dem tatsächlichen Sitzungsablauf (den jede/r Anwesende/r miterleben konnte) im Nachhinein interpretationsseitig von Pächterseite dargestellt wird.

Seltsam auch deshalb, weil ja gemäß selbigem Zeitungsartikel laut Frau Wellmann zu keiner Zeit ein Hochspielen des Themas das Ziel gewesen sei. Medial hochgespielt wird es indessen seit nahezu zwei Wochen immer wieder von Seiten des Pächter-Ehepaars. Jetzt allmählich um neutrale Gespräche zu bitten erscheint im bekannten Kontext schon satirefähig.

Klar festzuhalten ist:

Bürgermeister Geppert hat zu keiner Zeit jemanden „als Lügner dargestellt“.

Dies grenzt mittlerweile scharf an äußerst üble Nachrede Hr. Geppert gegenüber.

Richtig ist, dass seitens des Stadtoberhauptes klargestellt wurde, dass es an der Sache der Kündigung als solches nichts mehr zu bereden gebe. Die weitere Äußerung, dass den Beteiligten die Hintergründe bekannt seien, wollte man auf Pächterseite wiederholt nicht hören.

Aus der Reaktion des Bürgermeisters: „Es ist hier alles gesagt“ dann abzuleiten, dieser stelle die andere Seite als Lügner hin, ist erstens unsachlich und nachtretend, darüber hinaus aber auch ein weiterer gezielter Schuss Provokation am Ende einer selbst eingeschlagenen Sackgasse.

2.)

Da das Thema aus Pächtersicht dieser Tage genüsslich zum örtlichen „Sommerloch-Skandal“ gepuscht wird und auch emsig weiter daran gearbeitet wird, wenn möglich einen äußerst breiten Keil zwischen Bürgermeister und Gemeinderat zu treiben, dann gilt es an dieser Stelle zu sagen:

a)
Eine derartige Pachtbeendigung einer städtischen Anlage läuft andernorts genauso in der Verantwortung Rathaus/Bürgermeister ab.

Es gibt hier im Vorfeld nichts im Gemeinderat zu besprechen, da es schlicht Aufgaben gibt, welche nach wie vor im Tagesgeschäft des Rathauses und damit letztlich vom Bürgermeister zu erledigen sind. Wenn es auch Einzelnen aufstoßen mag.

b)
Man kann heutzutage alles (soweit es angestrebt wird) zu einer „öffentlichen Geschichte machen“ – um es dann wunschgemäß möglichst doch noch vom Gemeinderat beraten zu lassen (wenn es emotional so groß wie erwartet wird).

Diese Argumentation ist bekanntlich hartnäckiger Standpunkt eines örtlichen Stadtrates. Noch dazu versucht eben jene Person dann, den Bürgermeister in öffentlicher Sitzung als „Redeverhinderer“ darzustellen. Geltende Sitzungsregeln (im Übrigen landesweit geltende, einheitliche Regularien der Gemeindepolitik -- Keine Wolfacher Spezialvorschriften, wie der einseitig informierte Pächter-Unterstützer einem unwissend unterstellt) werden dann auch nach über 20-jähriger Gemeinderatstätigkeit schlicht als unrichtig abgetan. Eine fragwürdige Form der sonst von gerade jener Seite vielzitierten demokratischen Diskussion. Dieses Verhalten ist in formaler Hinsicht auf Sitzungsabläufe schlicht unrichtig und darüber hinaus für alle unbeteiligten Zuhörer irreführend.

Einziger Effekt (gewollt oder nicht offiziell gewollt):
Schwächung des Bürgermeisters.

Diese Form des Eingrätschens in öffentlicher Sitzung und dann die Aussage (Schwabo vom Freitag, 31.07.2020) des Betreffenden „ Ich finde es schade, dass wir über solche Dinge diskutieren müssen“ wirft in der breiten Öffentlichkeit gerade das Licht auf Verwaltung und Bürgermeister, das seit Tagen von Pächterseite vermittelt werden will. Hier wird wissentlich der eigene eingeschlagene Irrweg zur Interessensvertretung scheinbar benachteiligter Bürger übertüncht mit der berühmten Flucht nach vorne.

Heißt: Angriff (in diesem Fall ein völlig deplatziertes Scharmützel mit dem Bürgermeister über kommunalrechtliche Spielregeln).

Schade.


c)
Es wird teilweise wohl immer noch nachgehakt, was denn jetzt „die tatsächlichen Gründe“ für die Kündigung seien.

Als Stadt bzw. deren Vertreter ist es immer ein Balanceakt, in welcher Direktheit man Angelegenheiten und Sachverhalte kommuniziert oder kommentiert. Gerade dann, wenn private Interessen Einzelner betroffen sind. Es handelt sich vorliegend um ein Vertragsverhältnis, das bislang in der Öffentlichkeit auch (zu Recht) keine Rolle spielte.

Um aber der Meinung vorzubeugen, es gäbe womöglich gar keine Gründe, sei gesagt:


- Es fanden in der Vergangenheit seit Jahren Gespräche statt

- Daraus resultierend war die Pächter-Familie stets im Bild, was aus Sicht der Stadt jeweils berichtet und thematisiert wurde

- Es standen immer wieder Beeinträchtigungen und Beschwerden aus dem baulichen Umfeld in Rede

- Alles was derzeit abgewiegelt wird (Ruhestörung, spätabendliche Hocks mit entsprechender Geräuschkulisse, Ausschankgebaren u.a.) waren keine Einmaleffekte.

Vielmehr System.

- Auch dass der Pächter seit neuestem davon spricht, „in seiner Vertragsfassung“ wäre dies und jenes jeweils anders geregelt als von Stadtseite behauptet, regt mitunter schon zum Lächeln an.

Abschließend möchte ich anmerken, dass es mir fernsteht, jegliche bekannten und in die schlussendliche Entscheidung eingeflossenen Sachverhalte öffentlich zu nennen.

Das gehört hier auch überhaupt nicht hin.

Seien Sie versichert, dass es genügend Reibungspunkte gab –übrigens schon seit vielen Jahren - die sich durch stetiges „Weiter so“ dann schlicht zu einem insgesamt „nicht mehr tragbaren Zustand“ auf Stadtseite entwickelt haben.

Allen einheimischen Unterschriftgebern nehme ich die einseitige Information von Pächterseite auch gar nicht übel.

Und auch hier gilt: Knapp die Hälfte der Unterzeichnenden kommt von Auswärts.

Wichtig ist, dass es künftig einen Minigolfbetrieb geben wird, der auch dem Namen „Minigolf“ wieder gerecht wird. Zum Minigolfspielen. Und das ist das Entscheidende.

Ihr
Thomas Geppert
Bürgermeister

Porträt Thomas Geppert