Neuigkeiten aus dem Rathaus
Schulbauprojekt in Wolfach macht große Fortschritte
Erstelldatum07.07.2025
Am Montag, 7. Juli 2025, besuchte Sandra Boser, Staatssekretärin im baden-württembergischen Kultusministerium, die Herlinsbachschule in Wolfach. Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Geppert, den Schulleiterinnen Sarah Baas (Herlinsbachschule) und Barbara Moser (SBBZ), Architekt Christoph Wussler, Mitgliedern des Gemeinderats sowie städtischen Amtsleitern konnte sie sich vor Ort ein Bild vom Fortschritt des rund elf Millionen Euro umfassenden Schulentwicklungsprojekts machen.


Im Fokus der Sanierung stehen gleich drei Gebäude, die in vier Bauabschnitten mit fünf Zuschussanträgen modernisiert werden. Nach dem Spatenstich im September 2024 ist der erste Bauabschnitt – der Anbau an den A-Bau – bereits weit fortgeschritten: Fenster und Dach sind fertig, die Wärmedämmung steht an, in den Sommerferien folgt der Estrich.


Auch im Inneren wird gearbeitet: Neue Böden, Malerarbeiten und der Ausbau des Kunstraums mit offener Decke stehen an. Trotz laufendem Schulbetrieb wird die Innensanierung ohne Auslagerung bewältigt – eine große Herausforderung für Lehrkräfte und Schüler.
"Die Kinder machen das toll und haben sich an den Baulärm gewöhnt", berichtet Schulleiterin Sarah Baas. Auch kreative Lösungen wie verschönerte Fließen in den Toiletten zeigen den engagierten Umgang mit der Baustellensituation.




Energetische Maßnahmen wie dezentral gesteuerte Lüftungsgeräte, neue Fensterverglasungen und eine PV-Anlage sollen langfristig für bessere Lernbedingungen sorgen. Die Sanierung der Dächer und der Bau eines Aufzuges samt barrierefreiem Zugang runden das Projekt ab.
Ganztagsbetreuung ab 2026
Im Rahmen der Besichtigung wurden auch kommunalpolitische Themen diskutiert. Ab 2026 soll an der Herlinsbachschule eine Ganztagsbetreuung angeboten werden. Bürgermeister Thomas Geppert betont: „Wir sind auf einem guten Weg und setzen auf enge Zusammenarbeit mit Hausach beim Personal.“
Schulleiterin Baas erklärte, Ziel sei es, dass Kinder ihre Hausaufgaben in der Schule erledigen können. Kritik gab es an den starren Vorgaben des Landes zur Tagesstruktur. Auch das Thema Schülerbeförderung für das SBBZ wurde angesprochen – hier gebe es aus Sicht von Barbara Moser noch Nachbesserungsbedarf, insbesondere im ländlichen Raum.
Trotz Herausforderungen wie Personalengpässen, Finanzierung und Bürokratie ist das Projekt ein Beispiel für eine zukunftsorientierte Schulentwicklung, bei der Stadt, Architekten und Schulen eng zusammenarbeiten.
Rückblick:
- Erste Gespräche zur Schulentwicklung fanden im Oktober 2016 statt
- Spatenstich: 13. September 2024
- Richtfest: Mai 2025
- Fertigstellung des Anbaus: Ende 2025 geplant
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