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Giebel des Rathauses in Wolfach
11.04.2019

Helferkreis für Geflüchtete

Heimat geben – Heimat teilen: Wir stellen Zuwanderer vor

Familie Khalaf aus Syrien

Khaled Khalaf und seine Frau Nadia Ali sind im September 2017 zusammen mit ihren Kindern Mohammad (10 Jahre), Nor (8 Jahre) und Leen (2 Jahre) nach Deutschland gekommen.

Khaled Khalaf war in Syrien nach dem Jurastudium sieben Jahre als Anwalt tätig, seine Frau Nadia hat mehrere Jahre als Kinderkrankenschwester gearbeitet. Die Familie stammt aus dem Umland von Damaskus. Das Haus, in dem sie mit weiteren Mitgliedern der Familie lebte, ist 2012 im Krieg zerstört worden. Sie ist in den Libanon geflohen, wo sie fünf Jahre in einem Flüchtlingslager verbracht hat. Mit Gelegenheitsjobs konnte der Vater seine Familie einige Zeit „über Wasser halten“. Weil sie im Lager keine Zukunft mehr für sich und die Kinder gesehen haben und das Leben immer schwieriger geworden ist, haben sich die Eltern schweren Herzens dazu entschlossen, nach Europa zu fliehen.

An der syrisch-türkischen Grenze kam es zu einem Zwischenfall, der die Familie trennte. Während die Mutter mit den Kindern in die Türkei gelangte, wurde der Vater von Soldaten erheblich verletzt, was einen mehrmonatigen Krankenhausaufenthalt zur Folge hatte.
Es gelang ihm dann aber doch, in die Türkei zu fliehen. Obwohl sie nicht schwimmen können, wagten die Eltern mit ihren Kindern den Weg über die Ägäis und erreichten auf der Insel Lesbos europäischen Boden. Rund zwei Wochen waren sie anschließend in einem fensterlosen Wagen zusammengepfercht mit etwa 15 weiteren Personen unterwegs nach Deutschland.

k-HK

Zurzeit fährt Khaled Khalaf täglich nach Offenburg in den Sprachkurs. Danach, in einigen Monaten, möchte er arbeiten. Er hofft darauf, irgendwann wieder in einem rechtsberatenden Beruf tätig sein zu können. Dass das nicht einfach sein wird angesichts unterschiedlicher Rechtssysteme in Syrien und Deutschland, darüber ist er sich im Klaren.

Seine Frau Nadia kann wegen der Kinder noch keinen Sprachkurs besuchen, lernt aber mit einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin des Helferkreises Deutsch. Ihr Ziel ist es, wieder als Krankenschwester arbeiten zu können. Die beiden größeren Kinder besuchen die Grundschule und gehen zweimal wöchentlich in die „Miniklasse“ des Helferkreises zur Hausaufgabenbegleitung. Mohammad hat kürzlich erstmals das Fußballtraining besucht, Nor das Mädchenturnen.

Die Familie ist zielstrebig und ausgesprochen motiviert vorwärts zu kommen und in Wolfach Fuß zu fassen. Das ist allerdings schwierig angesichts der Tatsache, dass die fünf Personen in einer städtischen Unterkunft untergebracht sind, die nicht mehr lange zur Verfügung stehen wird.

Seit nunmehr sieben Jahren ist die Familie ohne eigene Wohnung. Es wird dringend Wohnraum für sie gesucht. Auch dabei entwickelt sie Eigeninitiative und bemüht sich selbst – bisher jedoch ohne Erfolg.

Können und wollen Sie Familie Khalaf helfen?

Sofern Sie über freien Wohnraum verfügen und Interesse an einer Vermietung haben, können Sie sich jederzeit mit der Stadtverwaltung Wolfach, Frau Michaela Bruss, unter Tel. 07834/8353-12 oder unter michaela.bruss@wolfach.de, in Verbindung setzen. In einem ersten Gespräch können die Rahmenbedingungen und denkbare Vertragskonstellationen unverbindlich besprochen werden.

Wichtig für Sie zu wissen: Mitarbeiterinnen des Helferkreises werden die Familie begleiten.

Ebenfalls ist der Kontakt über Herrn Gerhard Schrempp, Tel. 07834/86703-16, möglich.

Videobotschaft von Bürgermeister Thomas Geppert

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